Gipfelkreuz, dahinter Traunstein.

Wanderungen im Frühling

Die Bergspitzen sind noch schneebedeckt, die Ski jedoch schon weggeräumt. Die Wanderschuhe stehen schon bereit, es ist Zeit für Frühlingstouren. Ich stelle dir hier meine liebsten Wanderungen und Gipfel vor, die man (meistens) auch schon im Frühjahr gehen kann. Dabei zu beachten: immer vorher checken, ob die Wanderung wirklich möglich ist!

Rainstock (1.296m)

Der Rainstock ist ein Gipfel mit 1.296 Meter Seehöhe in der Nähe von Gaming (Bezirk Scheibbs) in Niederösterreich. Mehrere Wege führen auf den Gipfel und die ein paar hundert Meter unter dem Gipfel liegende Gföhleralm. Am Gipfel wird man mit einem herrlichen Blick auf den Ötscher belohnt, auch die Fernsicht ist fantastisch. Ausgangspunkt war bei unserer Route die Straßenmeisterei in Gaming. Über Almböden, Forststraßen und Waldwege führt der Weg sanft steigend über ca. 850 Höhenmeter nach oben. Die Tour ist nicht überlaufen, den ganzen Tag sind uns zwei Leute begegnet. Im Frühling wird man oft mit bunten Blumenwiesen belohnt, im Herbst mit Schwammerl und Pilzen.

Almkogel (1.513m) – Ennser Hütte

Vom Parkplatz Bamacher (gebührenfrei) in Großraming führt der Weg über Waldwege stets bergauf zur Ennserhütte. Wer möchte, kann am Weg zur Hütte noch zum Gamsstein (1.275m) abzweigen. Ein kleiner, einsamer Waldgipfel wartet hier darauf, entdeckt zu werden. Der selbe Weg zum Gipfel muss wieder zurückgegangen werden, um zur Hütte zu gelangen. Die Tour kann noch um die Gipfel Burgspitz (1.429m) und Almkogel (1.513m) ausgeweitet werden.

Die gesamte Tour mit den drei Gipfeln beansprucht den ganzen Tag. Im Frühling kann diese Tour eventuell zu lang werden. Tipp: Die Ennser Hütte ist ganzjährig geöffnet und die Küche ist fantastisch!

Bergkette mit Sonnenstrahlen.
Abendstimmung in den Bergen.
Gipfelkreuz mit Baum, dahinter Abendstimmung in den Bergen.

Vogelbergsteig

Der Vogelbergsteig beginnt in Dürnstein in der Wachau und führt spektakulär zwischen Kletterfelsen und Wäldern zur Starhembergwarte (562m). Am Anfang kann man die alten Mauern der geschichtsträchtigen Ruine besichtigen, man sieht immer wieder auf die Donau und die Schiffe und die umliegenden Weingärten. Eine wunderschöne Tour, die früh im Jahr schon zu machen ist, da hier fast nie Schnee liegt. Sie sollte doch nicht unterschätzt werden, denn an manchen Stellen ist der Weg ausgesetzt und mit Seilen gesichert.

Tipp: man kann mit der Wachaubahn bis Dürnstein fahren, dann erspart man sich auch die Parkgebühr im Ort.

Alpl (1.404m)

An dem Pass Große Kripp befindet sich von Opponitz kommend auf der linken Seite ein Schotterparkplatz. Hier kann man Parken und dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Forststraße folgen. Bald zweigt ein Weg im Wald ab, welcher ziemlich steil ist. Nach einiger Zeit kommt man auf eine Wiese, dann auf den Grat. Hier sieht man bei guter Sicht weit ins Gesäuse.

Am Gipfel ist eine kleine Holzbank – ein perfektes Jausenplatzerl!

Katzenstein (1.349m)

Eine kurze, wunderschöne Tour in Oberösterreich findest du auf dem Weg zum Katzenstein. Das Auto kann beim „Franzl im Holz“ geparkt werden. Dann geht´s zur Ramsaualm und dem Laudachsee, der sich wunderschön in die Landschaft einbettet. Die letzten zwei Kilometer sind etwas ausgesetzt und erfordern Trittsicherheit. Man genießt einen schönen Blick durch das Katzensteinfenster auf den Laudachsee. Vom Gipfel sieht man den beeindruckenden Traunstein. Mit ungefähr 600 Höhenmeter und 12,8 Kilometer, eine gemütlichere Tour. Im Sommer die Badehose nicht vergessen!

Feldwiesalm (1.314m)

Die nette Alm liegt eingebettet in einem idyllischen Almboden, die Wanderung startet man am besten von Taschelbach aus – das ist der kürzeste Weg. Länger und auch schön ist es von Lackenhof aus über die Dirndlmäuer. Die Wanderung kann dann noch um die Brachalm erweitert werden. Wenn die Kühe aufgetrieben sind, gibt´s auf der Hütte eine zünftige Jause, aber auf alle Fälle wird man nach dem Aufstieg über Waldwege mit einem Blick auf den Ötscher belohnt.

Hochbärneckrunde

Das Auto kann man um ein paar Euro beim Eibenboden parken. Es geht ein paar hundert Meter die Asphaltstraße hinauf, dann zweigt der Weg rechts ab neben der Erlauf entlang. Nach kurzer Zeit kommt man zum Trefflingfall, dem man nach oben hin folgt, weiter Richtung Hochbärneck, vorbei am Trefflingfallhaus. Es geht durch den Wald weiter nach oben, bis sich die Landschaft öffnet und man auf einer Almwiese ankommt. Von dort kann man bis zur Aussichtswarte gehen und auch im Hochbärneck Almhaus einkehren. Das ganze Jahr über wird hier gekocht und ausgeschenkt – das Essen hier ist sehr gut und bodenständig! Anschließend kann man über den Weg E6 wieder zum Auto gehen. Die Tour ist ziemlich lang – beansprucht leicht einen Tag!

Großer Zellerhut (1.639)

Wir sind die Wanderung von Neuhaus aus gestartet. An der weißen Ois geht man ein Stück entlang, dann zweigt ein Waldweg ab. Der Weg ist gut beschrieben. Der Weg steigt stetig, Ausblicke hat man erst im oberen Drittel. Dafür sind sie dort dann besonders schön, man sieht an schönen Tagen sehr weit! Der Gipfel ist meist einsam. Bei ca. 680 Höhenmetern und 13 Kilometern, kann man mit rund 4 Stunden Gehzeit rechnen. Im Frühling blüht in diesem Gebiet außerdem der Frauenschuh – eine seltene Orchideenart, die auf keinen Fall mitgenommen werden darf!

Tonion (1.699m)

Die Runde führt von Niederalpl aus zum Herrenboden – die Almhütten liegen wunderschön verstreut in der Landschaft. Es geht über Almböden entlang, geklettert werden muss nicht, der Weg ist auch nicht ausgesetzt. Man erhascht schöne Blicke ins Hochschwabmassiv, die Veitsch und die Mürzsteger Alpen. Der Gipfel lädt zur Jause ein, bei schöner Fernsicht kann man auch den Schneeberg gut sehen. Man steigt auf der anderen Seite ab und gelangt zur Tonionhütte auf 1.430 Meter Seehöhe. Man steigt dann wieder bis zum Gasthaus Eder (Fallenstein) ab, wo auch das Auto geparkt ist.

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Anna Mayr

Wann immer möglich bin ich draußen unterwegs um frische Luft zu schnappen und die Wunder unserer Welt zu erleben und festzuhalten.